Das Fahrrad – Das Fortbewegungsmittel der Zukunft?

Die Überschrift mag zunächst verwirren. Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel der Zukunft? Längst ist das Rad doch schon überholt, ersetzt vom Auto, ersetzt vom öffentlichen Nahpersonenverkehr. Das mag heute noch stimmen, doch die Zukunft sieht anders aus, zumindest wenn es nach einigen Forschern und Visionären geht.

Das Fahrrad wird eine zentrale Rolle in der zukünftigen Fortbewegung einnehmen und wird wohl auch maßgeblich die Gestaltung von Städten und Stadtteilen beeinflussen. Natürlich wird dann auch für die Sicherheit der Gefährte gesorgt werden. Die Fahrradbox stellt dabei auch schon heute eine Möglichkeit dar, das Fahrrad nicht nur diebstahlsicher, sondern auch wetterfest abzustellen.

Doch wie soll das Fahrrad nun einen höheren Stellenwert bekommen oder gar zum Hauptfortbewegungsmittel werden. Dazu kann man sich in anderen Ländern umschauen. Beispielsweise die Niederlande, die seit langem eine klassische Fahrradnation sind. Fahrradwege sind bestens ausgebaut, breit und im Grunde überall vorhanden. Die Attraktivität des Fahrradfahrens ist dort also gegeben. Mehr Fahrräder als Menschen gibt es in Holland. Generell sind die Niederlande recht fortschrittlich was moderne Fortbewegung anbelangt und so wird dort auch viel mit der Elektromobilität experimentiert. In Utrecht läuft momentan sogar ein Pilotprojekt. Das Fahrrad, sowie Elektrofahrräder spielen dabei ebenfalls eine Rolle.

Weit in des Osten gefahren kommt man nach China, das vielen noch vage als Fahrradnation in den Sinn kommt. Dieses klassische Image ist China schon längst losgeworden, sowie die vielen Großstädte auch ihre frische Luft losgeworden sind. Das Auto dominiert die chinesische Gesellschaft. Doch der Staat setzt sehr stark auf Elektroautos, sodass auch hier der Kampf gegen die Abgase in vollem Gange ist. Das Fahrrad scheint da ebenfalls wieder an Attraktivität zu gewinnen, denn oftmals ist man mit dem Rad wieder schneller unterwegs als im Auto.

Was muss also getan werden in der Zukunft? Städteplaner müssen Siedlungen gänzlich anders gestalten. Kein Pendlerverkehr mehr sondern Nähe muss geschaffen werden. Arbeit und Wohnraum müssen näher zusammengestellt werden, damit auch das Fahrrad wieder als attraktives Fortbewegungsmittel in Frage kommt. Die neue Hamburger Hafencity macht es ganz gut vor. Arbeitsplätze und Wohnraum wurden sehr gut kombiniert. Wenn dann noch die Fahrradwege besser ausgebaut werden, dann steht der Renaissance des Fahrrads kaum etwas im Wege.